Hans-Nüchter-Sternwarte, Fulda Fördergemeinschaft Volks- und Schulsternwarte Fulda e.V.
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Hans-Nüchter-Sternwarte

Mitteilung 18.11.05 Bericht zum Vortrag: Licht auf krummen Wegen

Prof. Dr. Lotze, Jena an der Freiherr-vom-Stein-Schule

Die Theorien von Albert Einstein sind für jedermann verständlich und hundert Jahren nach ihrer Veröffentlichung noch immer faszinierend.

Aus Anlass des Einsteinjahres 2005 hatte die Fachschaft Physik zusammen mit der Hans-Nüchter-Sternwarte Prof. Dr. Lotze von der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Gast. Prof. Dr. Lotze ist Theoretischer Physiker, Astronom, Physikdidaktiker und ein hervorragender Kenner der Person und der Theorien Albert Einsteins.

So freute sich Frau Luck, Herrn Lotze für diesen Abend begrüßen zu dürfen und damit auch der Schulgemeinde einen Referenten vorzustellen, der ihr aus ihrem eigenen Studium bestens in Erinnerung geblieben war.

Den weit über 80 Besuchern nahm Lotze schnell die Angst vor mathematischen Details und versprach in seinem Vortrag auf jegliche Formeln zu verzichten. Im historischen Rückgriff zeigte Prof. Dr. Lotze, dass die Ideen zum Verhalten des Lichtes bereits auf Newton und Huygens zurückgehen, in ihrer eigentlichen radikalen Bedeutung aber erst durch Albert Einstein erkannt wurden. Als Schlüssel zu seiner Ideenwelt dienten Albert Einstein dabei Gedankenexperimente, deren Schlussfolgerungen er dann als Grundlage für seine physikalischen Interpretationen benutzte. Hier konnte Herr Prof. Dr. Lotze an einem einfachen Beispiel zeigen, dass ein Beobachter in einem Gravitationsfeld zwangsläufig einen gekrümmten Verlauf des Lichtes beobachten muss. Er gab jedoch zu bedenken, dass der Effekt der Lichtablenkung an unserem Zentralgestirn in der selben Größenordnung ist, in der man eine Euromünze in einer Entfernung von 2,5 km wahrnimmt.

Nachdem die Vorhersagen Einsteins durch Experimente im zurückliegenden Jahrhundert dennoch bestätigt wurden, zeigte Prof. Dr. Lotze im Schlussteil seines 90-minütigen Vortrages deren Bedeutung für die heutige Astronomie. Mithilfe so genannter Gravitationslinsen kann man das Auflösungsvermögen etwa des Hubble-Space-Telescope versechsfachen und somit in die früheste Entstehungszeit unseres Kosmos blicken. Mit eindrucksvollen Bildern aus den jüngsten Untersuchung beendete Prof. Dr. Lotze unter anhaltendem Applaus seinen Vortrag. Eine Bücherliste zum Thema und die angekündigte Fortsetzung dieser Reihe rundeten den gelungen Abend ab.

A. Helmbrecht

Fotos

Vorschau Beschreibung Fotograf Größe
Tatjana Luck begrüßt die Gäste Andreas Helmbrecht 163 kb
Prof. Lotze vor Einstein Andreas Helmbrecht 186 kb
Prof. Lotze erläutert eine Gravitationslinse Andreas Helmbrecht 145 kb
Prof. Lotze vor Newton Andreas Helmbrecht 176 kb
Ein interessiertes Publikum verfolgte den Vortrag Andreas Helmbrecht 273 kb