Hans-Nüchter-Sternwarte, Fulda Fördergemeinschaft Volks- und Schulsternwarte Fulda e.V.
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Hans-Nüchter-Sternwarte

Mitteilung 01.12.05 Millionen Lichtjahre entfernt - Entfernungsbestimmung in der Astronomie

Themenvortrag im Dezember 2005

Die monatlichen Veranstaltungen der Hans-Nüchter-Sternwarte werden am Montag, dem 5. Dezember, um 19 Uhr mit einem Vortrag zur Entfernungsbestimmung im Weltall fortgesetzt. In Büchern stolpert man immer wieder über Angaben ein bestimmter Stern sei zum Beispiel „300 Lichtjahre entfernt“. Die Andromeda-Galaxie hingegen trennen über zwei Millionen Lichtjahre von uns. Solche Werte erscheinen dem Laien oftmals beliebig. Referentin Tatjana Luck, Lehrerin an der Freiherr-vom-Stein-Schule, erläutert wie Astronomen die Entfernungen zu den Sternen messen.

Verschiedene Methoden erlauben den Himmelsforschern die Distanz der Sterne zu bestimmen. Während die Strecke zu nahen Sternen anhand ihrer Parallaxe bestimmt werden kann zieht man bei größeren Abständen so genannte Cepheiden, das sind veränderliche Sterne, zur Entfernungsbestimmung heran. Weiterhin betrachtet die Referentin Supernovae. Solche Überreste von explodierenden Sternen machen es möglich sehr große Entfernungen zu bestimmen. Frau Luck, die Physik und Mathematik unterrichtet, hat sich in ihrer Examensarbeit an der Universität Jena mit diesem Thema befasst.

NGC 4639

Die hellen Punkte am Rand der Galaxie NGC 4639 – so genannte Cepheiden – erlauben eine Entfernungsbestimmung. Die Galaxie trennen 78 Millionen Lichtjahre von uns. Das Bild wurde mit dem Hubble-Space-Teleskop gewonnen.

Foto: A. Saha (STScI) and NASA

Durch die Beobachtung von Explodierenden Sternen, sog. Supernovae, vom Typ Ia, lassen sich große kosmische Entfernungen auch dann noch bestimmen, wenn veränderliche Sterne vom Typ Delta-Cephei als herkömmliche Entfernungsindikatoren in den Galaxien nicht mehr beobachtbar sind. Dazu muss überprüft werden, ob sich die Supernpovae als "Standardkerzen" eignen, und es ist erforderlich, die auf Ihnen beruhenden absoluten Entfernungsangaben mithilfe der Cepheiden zu eichen. Zur Bestimmung der Hubble-Zahl aus diesen Entfernungsangaben muss die Linearität der Expansion des Universums bis zu Fluchtgeschwindigkeiten von 30000 km/s nachgewiesen werden. Beruhend auf Originaldaten des Hubble-Weltraumteleskops konnten Entfernungen bestimmt und damit die Hubble-Zahl abgeschätzt erden. Diese Zahl gibt nicht nur Aufschluss über das Alter des Universums sondern auch über seine Entwicklung in Vergangenheit und Zukunft.

Bereits im März dieses Jahres staunten viele Gäste beim Vortrag „Kosmische Dimensionen“ über die Größe des Weltalls. Dabei wurde der Wunsch nach mehr Informationen zur Entfernungsbestimmung im All laut. Die Sternwarte freue sich, so Leiter Gerd Habersack, diese Fragen jetzt in einer eigenen Veranstaltung beantworten zu können. Zahlreiche Fotos und Animationen veranschaulichen das Thema.

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